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	<title>Kommentare zu: Wem Sie vermeintlich einen Gefallen tun</title>
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		<title>Von: Christina Syndikus</title>
		<link>http://www.thework4u.de/2010/12/wem-sie-vermeintlich-einen-gefallen-tun/comment-page-1/#comment-79</link>
		<dc:creator>Christina Syndikus</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 13:19:31 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn mir jemand einen Gefallen tut und ich es als Gefallen betrachte, dann bedanke ich mich dafür. Manchmal kommt es jedoch vor, dass ich einen Gefallen nicht als solchen erkenne. Das ist der Fall, wenn ich in meinen unüberprüften Denkmustern gefangen bin. Was die oben geschilderte Situation anbelangt vermute ich heute, dass die Kollegin meine Unterstützung als Selbstverständlichkeit betrachtet hat, als Teil meines Jobs. Wieso sollte sie sich dafür bedanken, dass ich aus ihrer Sicht einfach nur meinen Job mache? Die Frage nach Höflichkeit hat sich für sie in diesem Moment also vermutlich gar nicht erst gestellt.

Wenn ich heute jemandem einen Gefallen tue, überprüfe ich meine Motive. Warum tue ich das für den anderen? Kommt es von Herzen? Oder handle ich (auch) aus eigennützen Motiven heraus, weil ich etwas zurück haben will? Ich habe für mich festgestellt, dass ich mich selbst nicht mag, wenn ein Gefallen nicht aus meinem Herzen kommt. Und dass es &lt;em&gt;mich&lt;/em&gt; stark unter Stress setzt, wenn ich vom anderen für meinen Gefallen im Gegenzug etwas erwarte. Das ist genau das, was ich aus deinen Zeilen herauslese:

&lt;blockquote&gt;
&quot;Umgekehrt erwarte ich das natürlich auch. Sonst vergeht mir die Lust dazu, immer nett und freundlich zu sein. Was macht es für einen Sinn, ein Gutmensch sein zu wollen und immer wieder aufzulaufen?&quot;&lt;/blockquote&gt;

In dem Moment wo ich vom anderen etwas erwarte, geht es &lt;em&gt;mir&lt;/em&gt; nicht gut. Der andere weiß im Zweifel zunächst mal gar nichts davon! Er fängt möglicherweise an zu ahnen, dass etwas nicht stimmt, wenn ich griesgrämig werde und mich distanziere.

Ich bin also ein &quot;Gutmensch&quot;, weil &lt;em&gt;mir&lt;/em&gt; das gut tut. Das heißt, auch hier &lt;em&gt;tue ich wieder mir den Gefallen&lt;/em&gt;.

Wenn ich (auch) deswegen ein Gutmensch bin, damit andere mir gegenüber höflich sind oder sich in irgendeiner Form erkenntlich zeigen bedeutet das, dass ich von mir aus einen Tauschhandel initiiere, dem der andere nicht zugestimmt hat. Ich löse damit aus, dass er mir etwas schuldig ist und nehme ihm ein Stück weit die Entscheidungsfreiheit, ob er etwas für mich tun will.

Das fühlt sich für mich nicht richtig an. Es erzeugt bei mir vielmehr eine immense innere Spannung. Obendrein mache ich mich vom anderen abhängig, indem ich die Gegenleistung erwarte. Dann fühle ich mich hilflos. 

Dabei ist das alles hausgemacht durch meine Erwartungshaltungen bzw. Wertvorstellungen, z.B.

	&lt;em&gt;&quot;Wenn andere sich nicht bedanken, sind sie unhöflich.&quot;&lt;/em&gt; (gilt genauso für mich, wenn mir jemand einen Gefallen tut)
	&lt;em&gt;&quot;Für einen Gefallen muss man sich erkenntlich zeigen.&quot;&lt;/em&gt;
	&lt;em&gt;&quot;Ich kann mich nur erkenntlich zeigen, indem ich innerhalb einer angemessenen Frist für den anderen etwas gleichwertiges tue.&quot;&lt;/em&gt; (gilt genauso für den anderen, wenn ich ihm einen Gefallen getan habe)
	&lt;em&gt;&quot;Es lohnt sich nur etwas für andere zu tun, wenn ich auch was zurückbekomme.&quot;&lt;/em&gt;

Mit Überzeugungen wie diesen bin ich weder unabhängig, noch gelassen. Aber auch diese Dinge können mit The Work of Byron Katie überprüft werden. Dadurch habe ich die Chance, mich von Gegenleistungen unabhängig zu machen und gleichzeitig im Frieden zu sein.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn mir jemand einen Gefallen tut und ich es als Gefallen betrachte, dann bedanke ich mich dafür. Manchmal kommt es jedoch vor, dass ich einen Gefallen nicht als solchen erkenne. Das ist der Fall, wenn ich in meinen unüberprüften Denkmustern gefangen bin. Was die oben geschilderte Situation anbelangt vermute ich heute, dass die Kollegin meine Unterstützung als Selbstverständlichkeit betrachtet hat, als Teil meines Jobs. Wieso sollte sie sich dafür bedanken, dass ich aus ihrer Sicht einfach nur meinen Job mache? Die Frage nach Höflichkeit hat sich für sie in diesem Moment also vermutlich gar nicht erst gestellt.</p>
<p>Wenn ich heute jemandem einen Gefallen tue, überprüfe ich meine Motive. Warum tue ich das für den anderen? Kommt es von Herzen? Oder handle ich (auch) aus eigennützen Motiven heraus, weil ich etwas zurück haben will? Ich habe für mich festgestellt, dass ich mich selbst nicht mag, wenn ein Gefallen nicht aus meinem Herzen kommt. Und dass es <em>mich</em> stark unter Stress setzt, wenn ich vom anderen für meinen Gefallen im Gegenzug etwas erwarte. Das ist genau das, was ich aus deinen Zeilen herauslese:</p>
<blockquote><p>
&#8220;Umgekehrt erwarte ich das natürlich auch. Sonst vergeht mir die Lust dazu, immer nett und freundlich zu sein. Was macht es für einen Sinn, ein Gutmensch sein zu wollen und immer wieder aufzulaufen?&#8221;</p></blockquote>
<p>In dem Moment wo ich vom anderen etwas erwarte, geht es <em>mir</em> nicht gut. Der andere weiß im Zweifel zunächst mal gar nichts davon! Er fängt möglicherweise an zu ahnen, dass etwas nicht stimmt, wenn ich griesgrämig werde und mich distanziere.</p>
<p>Ich bin also ein &#8220;Gutmensch&#8221;, weil <em>mir</em> das gut tut. Das heißt, auch hier <em>tue ich wieder mir den Gefallen</em>.</p>
<p>Wenn ich (auch) deswegen ein Gutmensch bin, damit andere mir gegenüber höflich sind oder sich in irgendeiner Form erkenntlich zeigen bedeutet das, dass ich von mir aus einen Tauschhandel initiiere, dem der andere nicht zugestimmt hat. Ich löse damit aus, dass er mir etwas schuldig ist und nehme ihm ein Stück weit die Entscheidungsfreiheit, ob er etwas für mich tun will.</p>
<p>Das fühlt sich für mich nicht richtig an. Es erzeugt bei mir vielmehr eine immense innere Spannung. Obendrein mache ich mich vom anderen abhängig, indem ich die Gegenleistung erwarte. Dann fühle ich mich hilflos. </p>
<p>Dabei ist das alles hausgemacht durch meine Erwartungshaltungen bzw. Wertvorstellungen, z.B.</p>
<p>	<em>&#8220;Wenn andere sich nicht bedanken, sind sie unhöflich.&#8221;</em> (gilt genauso für mich, wenn mir jemand einen Gefallen tut)<br />
	<em>&#8220;Für einen Gefallen muss man sich erkenntlich zeigen.&#8221;</em><br />
	<em>&#8220;Ich kann mich nur erkenntlich zeigen, indem ich innerhalb einer angemessenen Frist für den anderen etwas gleichwertiges tue.&#8221;</em> (gilt genauso für den anderen, wenn ich ihm einen Gefallen getan habe)<br />
	<em>&#8220;Es lohnt sich nur etwas für andere zu tun, wenn ich auch was zurückbekomme.&#8221;</em></p>
<p>Mit Überzeugungen wie diesen bin ich weder unabhängig, noch gelassen. Aber auch diese Dinge können mit The Work of Byron Katie überprüft werden. Dadurch habe ich die Chance, mich von Gegenleistungen unabhängig zu machen und gleichzeitig im Frieden zu sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Karin</title>
		<link>http://www.thework4u.de/2010/12/wem-sie-vermeintlich-einen-gefallen-tun/comment-page-1/#comment-78</link>
		<dc:creator>Karin</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 Dec 2010 09:13:33 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das klingt sehr einfach, aber mit dem Gedanken kann ich mich nicht anfreunden. 
Betrachten wir es mal von der anderen Seite: Jemand tut mir einen Gefallen. Dann finde ich es selbstverständlich, mich dafür zu bedanken. Das ist zuumindest ein Akt der Höflichkeit, oder nicht?
Umgekehrt erwarte ich das natürlich auch. Sonst vergeht mir die Lust dazu, immer nett und freundlich zu sein. Was macht es für einen Sinn, ein Gutmensch sein zu wollen und immer wieder aufzulaufen?
Ich bin ein Mensch, der immer das Gute im Anderen sieht, der immer eine Entschuldigung für den anderen hat, der dafür aber auch immer wieder einen Tritt bekommt. 
Was nutzt mir da der ganze innere Frieden, meine Gelassenheit?]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das klingt sehr einfach, aber mit dem Gedanken kann ich mich nicht anfreunden.<br />
Betrachten wir es mal von der anderen Seite: Jemand tut mir einen Gefallen. Dann finde ich es selbstverständlich, mich dafür zu bedanken. Das ist zuumindest ein Akt der Höflichkeit, oder nicht?<br />
Umgekehrt erwarte ich das natürlich auch. Sonst vergeht mir die Lust dazu, immer nett und freundlich zu sein. Was macht es für einen Sinn, ein Gutmensch sein zu wollen und immer wieder aufzulaufen?<br />
Ich bin ein Mensch, der immer das Gute im Anderen sieht, der immer eine Entschuldigung für den anderen hat, der dafür aber auch immer wieder einen Tritt bekommt.<br />
Was nutzt mir da der ganze innere Frieden, meine Gelassenheit?</p>
]]></content:encoded>
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