Archiv für Oktober 2010

Warum wir es nicht mögen, älter zu werden

31. Oktober 2010, Christina Syndikus

Sehen wir uns an, welches Bild viele von uns über ältere Menschen haben. Das könnte etwa so aussehen: “Alte Menschen sind dement, schwach, krank, gebrechlich, langweilig, träge und schwerfällig. Sie gehören nicht mehr dazu. Sie können nicht mehr mithalten. Sie haben nichts mehr vom Leben. Sie sind eigenbrötlerisch und wunderlich und den ganzen Tag mit Jammern beschäftigt.”

Vielleicht ist es genau das, was Sie über alte Leute denken, vielleicht sehen Ihre Urteile aber auch anders aus. Schreiben Sie Ihre eigene Liste! Was genau darauf steht, spielt letztlich keine Rolle. Wichtig ist, dass wir üblicherweise ein eher negativ geprägtes Bild von alten Menschen haben. Es mag sein, dass Sie auch ein paar positive Gedanken über sie haben, z.B. “Alte Menschen haben viel Lebenserfahrung und sind weise”. Bei den meisten von uns überwiegen jedoch die negativen Urteile.

Wie reagiere ich nun auf meine negativen Gedanken über ältere Menschen? Wenn ich Gedanken wie die oben genannten glaube, passiert folgendes:

Ich werde nun selbst älter und befürchte, dass meine Mitmenschen genau das über mich denken, was ich über alte Leute denken. Mit anderen Worten: ich nehme an, dass andere mich dann für dement, schwach, krank etc. halten und ich nicht mehr dazu gehöre. Ich nehme an, dass man mir dann all die negativen Dinge attestiert, die ich zuvor auf meine Liste geschrieben habe. Und so will ich von anderen nicht gesehen werden, am wenigsten von den wichtigsten Menschen in meinem Leben, von denen, die mir am nächsten stehen.

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Wut und Ärger werden nicht von anderen Menschen ausgelöst

24. Oktober 2010, Christina Syndikus

Wenn unsere Emotionen in Wallung geraten, machen wir meist eine andere Person dafür verantwortlich: “Du machst mich wütend! Wenn du das nicht getan hättest, dann wäre ich jetzt nicht wütend!”. Alles spricht für diesen Zusammenhang, weswegen dieser Rückschluss für uns selbstverständlich erscheint und wir ihn nicht eine Millisekunde lang in Zweifel ziehen: unser Gegenüber hat etwas gemacht und wir sind wütend. Ursache und Wirkung.

Aber ist das wirklich so?

Mit Hilfe von The Work of Byron Katie können wir das näher beleuchten. Nehmen wir an, Sie würden gerne etwas mit Peter unternehmen aber Peter zieht es mal wieder vor, stundenlang vor dem Fernseher zu sitzen. Und Sie sind wütend. Sie haben den Gedanken

“Peter sollte nicht so viel fernsehen”

Grundsätzlich empfiehlt es sich, zu jedem Gedanken alle vier Fragen von The Work of Byron Katie zu beantworten und auch Umkehrungen samt Beispielen zu finden. Hier beschränke ich mich auf zwei Fragen:

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