Archiv für März 2011

“Weißt du, was ich meine?” – Nein, unmöglich!

20. März 2011, Christina Syndikus

Schon oft in meinem Leben habe ich jemandem etwas erzählt, und ihn dann gefragt “Weißt du, was ich meine?”. War die Antwort des anderen “Ja”, so fühlte ich mich verstanden.

Auch mir wurde diese Frage schon oft gestellt. Bisher dachte ich in vielen Fällen, den anderen verstanden zu haben und antwortete mit “Ja”. Bis jetzt: mir ist aufgefallen, dass das tatsächlich unmöglich ist. Ich kann niemals wissen, was der andere wirklich meint.

Warum?

Weil ich alles interpretiere, was ich selbst sage. Und alles, was jemand anders sagt. Wirklich wörtlich zuhören ohne jegliche Interpretation tue ich selten oder vielleicht auch gar nicht. Zu interpretieren scheint nicht nur eine Eigenheit von mir zu sein, vielmehr scheinen das alle Menschen zu tun. Das bedeutet, Sender und Empfänger einer Nachricht tun es gleichermaßen.

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Viele Gedanken schränken die Wahrnehmungsfähigkeit ein

13. März 2011, Christina Syndikus

Das ist zumindest meine persönliche Erfahrung. Im Coaching Berlin Blog gibt es zu diesem Thema einen interessanten Artikel: Können wir Schönheit erkennen, wenn wir nicht damit rechnen?

In einem Experiment hat ein bekannter Musiker in einem U-Bahnhof Stücke auf seiner Geige gespielt, die er drei Tage zuvor in großer, ausverkaufter Halle einem zahlenden Publikum dargeboten hatte. Im U-Bahnhof liefen die meisten Menschen achtlos an ihm vorbei.

Einer dieser achtlosen Passanten hätte leicht ich sein können. Nur selten schenke ich Straßenmusikanten hier in meiner Heimatstadt München meine volle Aufmerksamkeit. Offenbar bin ich damit keine Ausnahme, wenn man das Experiment aus dem U-Bahnhof bedenkt.

Warum ist das so? Nun, ich kann nur für mich sprechen.

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Kann ein Mensch interessanter sein als ein anderer?

06. März 2011, Christina Syndikus

Glaube ich das, so stehe ich mir selbst und meinen Beziehungen zu anderen im Weg. Ich spreche aus eigener, leidvoller, vergangener Erfahrung. Und neulich kam eine Klientin mit diesem Thema zu mir. Sie sagte, sie habe es ganz allgemein schwer mit anderen und habe kaum Freunde. Es sei schwierig, neue und gute Freunde zu finden.

Ein paar Fragen später zeigen sich zwei der dafür verantwortlichen Glaubenssätze:

  • “Um von anderen gemocht zu werden, muss ich interessant sein.” und
  • “Andere sind interessanter als ich.”

Bei der Überprüfung des zweiten Satzes mit The Work of Byron Katie erkennt sie, wie schwierig diese eine Überzeugung ihre Beziehungen macht.

Wie reagiert sie, wenn die das glaubt? Wie lebt sie ihr Leben?

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