30. Oktober 2011, Christina Syndikus
Angst, nicht genug Geld zu haben, ist immer Angst vor der Zukunft. Denn jetzt, in diesem Moment, habe ich genug! Wenn mir jedoch Gedanken im Kopf herumgehen, wie ich nächsten Monat meine Miete, meine Krankenkasse und all die anderen Fixkosten zahlen soll, dann macht mir das möglicherweise Angst. Je nachdem, wie mein Kontostand gerade aussieht.
Und während sich dieses gedankliche Karrussell dreht, wieder und wieder, bin ich überhaupt nicht mehr in der Lage wahrzunehmen, dass jetzt, in diesem Moment, alles in Ordnung ist. Oft geht das den ganzen Tag lang so, ich bin davon regelrecht “besetzt”. Ich bin kaum mehr in der Lage, mich anderen Dingen zu widmen – zumindest nicht effektiv. Und dann wundere ich mich, warum ich an manchen Tagen nicht mehr erledigen kann.
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15. Oktober 2011, Christina Syndikus
Streit ist gut, er reinigt. Er klärt die Energien zwischen Menschen, wenn er konstruktiv durchgeführt wird. Wenn zwei Menschen streiten, tun sie nichts anderes als ihre unterschiedlichen Wünsche und Bedürfnisse auf vehemente Art zu äußern. Dahinter steckt ein Bedürfnis inhaltlicher Art, sowie das Bedürfnis gehört, gesehen und wertgeschätzt zu werden.

Streit basiert auf Angst
Bild: aboutpixel.de © Konstantin Gastmann
Beide Seiten haben Angst etwas zu verlieren oder etwas nicht zu bekommen. Das Maß dieser Angst drückt sich in der Intensität und der Emotionalität des Streits aus.
Streit kann viel verträglicher ablaufen, wenn ich dem anderen wirklich zuhöre, wirklich versuche ihn zu verstehen, ihn wahrnehme. Dazu muss ich nicht unbedingt auf seine Position einschwenken. Wenn ich meinem Gegenüber Aufrichtigkeit entgegenbringe, besteht eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass er sich angenommen fühlt. Auch wenn wir inhaltlich weiterhin verschiedener Meinung sind.
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06. Oktober 2011, Christina Syndikus
Ihr Körper ist nicht, was Sie denken. Sie sind nicht Ihr Körper. Er ist nur ein Vehikel, das Sie durchs Leben bringt und hat sonst keine Bedeutung. Wenn Sie also mit Ihrem Körper unzufrieden sind ist das so, als würde Ihnen Ihr Auto nicht mehr gefallen. Ein Auto ist auch nur ein Vehikel um von Punkt A nach B zu kommen. Gleiches gilt für Ihren Körper.
Alles andere darüber hinaus sind Geschichten und Vorstellungen in Ihrem Kopf. Ein schöner Körper verhilft Ihnen genauso wenig zu besseren Beziehungen wie ein schönes Auto. Es mag sein, dass viele Menschen bei der ersten Begegnung darauf achten, letztlich ist es jedoch nicht von Belang. Auf längere Sicht gesehen zählt es nicht.
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30. September 2011, Christina Syndikus
Kommunikation ist gut, wenn sie entspannt stattfindet. Ohne Angst vor Konsequenzen. Sie ist dann authentisch und frei und damit am meisten glaubwürdig. So habe ich die größe Chance, vom anderen ohne Abwehr gehört zu werden.
Gewaltfreie Kommunikation bindet den anderen ein. Der andere ist gleichwertig mit mir, er ist auf Augenhöhe. Ich ziehe seine Interessen und seine Position in Erwägung und versuche nicht, ihm etwas überzustülpen. Ich mache ein Angebot, einen Vorschlag, und lasse dem anderen die Wahl ob er es annimmt. So handle ich nicht-manipulativ.
Wenn ich dagegen Druck auf den anderen ausübe um mich durchzusetzen, kommuniziere ich nicht friedlich. Dann geht es mir nur um meine Interessen. Dann habe ich Angst etwas zu verlieren oder etwas nicht zu bekommen. Diese Angst schwingt in der Interaktion mit und ist für den anderen spürbar.
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