Heute ist ein interessanter Artikel in der Online-Ausgabe der Süddeutschen Zeitung erschienen: Schluss mit freundlich – Arroganztraining für Frauen.
Frauen in Führungspositionen würden ihr Revier nicht verteidigen. Daraus entstünden eine Menge Probleme. Ein Coach bietet “Arroganztrainings” an, die Abhilfe schaffen sollen. Der Artikel ist ein Interview mit dem Coach.
Kann Arroganz als Erfolgsrezept im Beruf wirklich funktionieren?
Den Mitarbeiter so lange hinausschicken, bis er seine Lektion gelernt hat
Der Coach skizziert als erstes eine Situation, wo ein Mitarbeiter das Büro seiner Chefin betritt, ohne von ihr herein gebeten worden zu sein, sich ohne Aufforderung setzt und Papiere auf ihrem Tisch ausbreitet. Er habe damit fremdes Terrain erobert, was ihm besonders viel Selbstvertrauen gebe.
Und? Ich kann das Problem dabei nicht erkennen, wenn die Chefin ebenso selbstbewusst ist und damit eine natürliche Autorität hat.
Als Lösungsvorschlag rät er der Chefin, den Mitarbeiter gleich wieder hinaus zu schicken und dieses Vorgehen so oft zu wiederholen, bis der Mitarbeiter seine Lektion gelernt hat. Mit anderen Worten: sie soll ihn solange wie einen dummen Schuljungen behandeln, bis er pariert? Mit kleinen Kindern geht man auch so um, und da finde ich es keinen Deut besser als hier.





