Ruanda

Nyirabarera: “Mein Ehemann wurde von seinen Verwandten getötet”

Nyirabarera erzählt uns sie sei Witwe, und zwei ihrer Kinder seien im Kongo auf dem Weg ins Exil getötet worden. Ihr Ehemann sei von seinen Geschwistern verhext worden, nachdem sie über das Eigentum von Land gestritten hatten. Darauf hätten sie ihn durch vergiftetes Essen getötet. Sie habe ihn vor dem Essen gewarnt, er habe jedoch nicht auf sie gehört und es trotzdem gegessen. Danach sei er ins...

Mehr

Jean: “Wenn sie auch sterben würden, wäre ich glücklich”

Jean sitzt mir mit ernstem Gesicht gegenüber, er wirkt entschlossen. Er sagt, er würde gerne an den Menschen Rache üben, die im Genozid seine Familie dezimiert hatten. Er glaube erst dann glücklich sein und innere Ruhe finden zu können, wenn er sich gerächt habe und die damaligen Täter tot seien. Er habe in den letzten Jahren oft und viel darüber nachgedacht, letztlich aber nichts unternommen....

Mehr

Ein Besuch der Genozid Gedenkstätte in Ntarama

Mit einem der hier üblichen voll besetzten, nach europäischem Standard überfüllten Kleinbusse fahren wir nach Ntarama. Als wir an der Hauptstraße aussteigen, hören wir sofort die inzwischen fast vertrauten Rufe “Muzungu!” (“Weißer”). Eine Gruppe Halbwüchsiger auf aufgestylten Fahrrädern gruppiert sich um uns und begleitet uns ein Stück den ungeteerten, mit...

Mehr

Betty: “Meine Familie sieht mich als Kriminelle”

Wir sitzen in einem typischen ruandischen Wohnzimmer mit Sofagruppe, Couchtisch und Schrankwand mit Fernseher. Anderes Mobiliar ist nicht vorhanden. Mit gegenüber sitzt Betty. Ihr Alter ist schwer zu schätzen, sie wirkt auf mich noch sehr jung. Sie erzählt ihre Geschichte: sie sei HIV positiv, weswegen ihre Familie sie diskriminiere. Sie lebe im Familienverbund ihrer Mutter. Sie habe zwei...

Mehr

Odette: “Mein Schwager hat mich schlecht behandelt”

Odette und ihre Kinder haben den Genozid nur knapp überlebt, ihr Ehemann wurde dabei getötet. Sie wurden schwer verwundet und brauchten lange Zeit, um sich körperlich wieder zu erholen. Die Wunden in der Seele sind bis heute geblieben. Odette sagt, sie sei viel im Krankenhaus und fühle sich deswegen schuldig, nicht für ihre Kinder sorgen zu können. Ihre Kinder lebten wegen ihrer...

Mehr